zu_stand II

r_umstand

schnee!
schnee schnee schnee!
matsch. matsch.
dreck.
weg.

on the second day of spring. das soll also (der) frühling sein, berlin unter eis. (wie man die temperatur dauernd regeln muss wie im innern die gefühle: dauernd dreht man hochrunter → heißkalt, nie ists gleich warm.) der klingende klirrende nordost hat übers wochenende die menschen aus dem straßenbilde geweht + der tagnachtgleiche zum trotz für den moment 1 weiß übers grau gelegt. sonne, von dir hab ich geträumt. wie du frühmorgens den fernsehturm mir gespiegelt, die fa(ssa)de kulisse skyline der stadt auf deinem kugelrund mir in glühende szene gesetzt. du liefst viel zu schnell vorbei für 1 bild, da wollt ich dich schieben, zurück: ins tieftrunkene rot … aber du drehtest dich einfach weiter hinein in den tag. und als du gleißleuchtend die welt erhellt, gab ich nach. auch das war 1 schönes motiv. (überhaupt, sonne, emanation, über_haupt, lohnt sich das aufstehen, wenn, dann für dich schon allein.)

 

kopfstand

dem gegenteil von ober_fläche
droht der unter_gang

wenn das denken noch hinkt, weil das hirn statt hab_acht noch dem traumbild nachwinkt <1 gramm engramm>, ziemt sichs, es erst 1x ankommen zu lassen + die 3 must_haves zu absolvieren: yoga workout meditation: deckung/dehnung/wendung/drehung: wechsel der perspektiven – konzentration + fokussion. (don’t forget to breathe.) nur das mit der leere <inanität als identität> klappt einfach nicht. die reißt immer mittig mittag ihr maul schwarzgroß auf und droht mit verschlucken. that’s how it feels: forlorn. <realitäten voller velleitäten> tauch nicht zu tief. wenn das gedankentuch <stirnenfleiß> wieder zu nass dunkle flecken tropft auf das hemd, müssen wirs auswringen mal + hängen in/an die frischluft.

 

beistand

herz_s_chl_ag, wohin?

weil das vogelpaar, das in der nische im fenster seit 3 jahren sicher im frühjahr neu nistet (wir kennen uns schon = da sind wir daheim: im kräuterbeet finden sich immer 3 kerne), vom schönen schein angetan pfeift, gehen wir trotz des sehnenversprechens <achilles, dich schon ich> hinaus in den park, kreislauf für den kreislauf, (1 tuch vor den mund gespannt, weil die gesichtszüge noch nicht im griff), schlittern wir unterm krähengelächter über die bahn, 4x mal ums s_chill_er_denk_mal (für jede muse 1 eigene runde, so beschwören wir hexen unsere bünde). looker-on: pumpengroßhändler+winterholzhächsler, hundschutzbesitzer+pausenhofkinder. bis zur erschöpfung – da kommt sie doch: die leere klopft pocht sich heißschwitzend durch unseren leib in die ruhe hinein, die alles hört + nichts stört, die hält dem lärm stand.

 

katja schraml

http://www.kaschpar.de

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