wir leben alle allein in den großen städten

wir leben alle allein in den großen städten
sündigen ohne zu beichten
sind nie überangepasst
nur furchtbar unheimlich wahnsinnig wichtig. ich.
wir zwängen uns inmitten massen in kurzwägen
koffer nicht alleine lassen
haltewünsche vorankünden
nur nicht stören oder lichtschranken blockieren.
in schweren schwarzen schwärmen fliehen wir hinaus
satt vom lärm + liebeshungrig
zentnerlasten auf den rücken
häufen packen schleppen für 3 tage frieden.
strömen wir hinab in die vergangenheit
gelobt geliebt gelabt gelebt
fest_land, das uns stets neu gebiert
tränken trockne böden mit 2 trüben tränen.
weil alles gezänk gekränk geschenk gefühl
und trauer trost mobilisiert –
ach was! da stehen wir doch drüber!
soziale kompetenz zeigen und nicht kalmäusern!
doch wie stets still stad stumm stur starr + stein steif
spannen wir unsre lage_r auf
zwischen 1_silbigen wörtern
weils kindlein seine ruhe haben/schlafen will.
zig leben sollen sich schnell ineinander fügen
wie zu der zeit als sie nur
1 keim 1 kern unser kokon <schizogonie>
bevor der keil realität ihn spaltete.
dann kehren wir zurück in das, was zukunft war
was offen einst und unbegangen
ausgelöst aus alten stricken
sogleich neuverwebt, weil das hereditär.
wir ziehen zügellos die alten karren durch
den dämpfig diesig dunstig drögen
dumpfdezember. duselig.
und freuen uns, wenn wir so entspannt eingespannt.
es war es ist es wird uns leider nicht vergönnt
wir wären gern was wir nicht sind
wir können nur so tun als ob
warum soll das nicht reichen? wir könntens auch noch werden.
katja schraml

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